Als RAV Berater soziale Not eingrenzen helfen
«Arbeitslos» -diese Einstufung kommt einer Verurteilung gleich und trifft einen Arbeitnehmer hart. Sind zudem weitere Familienangehörige von diesem Einkommen abhängig, entsteht für eine entlassene Familienfrau oder–vater ein unglaublicher Druck. Ohne Arbeitsstelle kommt meistens zu wenig Geld herein und ein Blick in die Zukunft verspricht je nach Alter oder Ausbildung ebenfalls nichts Gutes. «Sie sind über fünfzig!», diese Aussage hat ein Mann, der arbeitslos war, bei seiner Stellensuche oft gehört. Plötzlich gehörte er zum «alten Eisen». Es zählt nur noch die Leistung. Die oft gesuchte soziale Kompetenz und die jahrelange Erfahrung scheinen ab einer gewissen Anzahl Lenze keine Bedeutung mehr zu haben. «Arbeitslos», der Gang zum RAV Berater ist Pflicht und kann eine gewisse Zeit «Abstellgleis» bedeuten.
Konfrontation mit Schicksalen
Als RAV Beraterin oder Berater wird man mit verschiedensten Menschen und deren Schicksale konfrontiert. Je nach Wirtschaftslage sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über längere Zeit arbeitslos und werden während dieser Zeit durch RAV-PersonalberaterInnen begleitet. Seitens der Beraterinnen und Berater braucht es eine gesunde Portion Sozialkompetenz und Empathie. Des Weiteren müssen sie sich auch von den Lebenssituationen der Ratsuchenden abgrenzen können. Damit schützt man sich persönlich und das ist in einem Job, der mit Schicksalsschlägen und grossen Emotionen verbunden ist, sehr wichtig. Das Ziel ist, in persönlichen Gesprächen gemeinsam eine berufliche Situationsanalyse zu erstellen, um die Grundlage für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Oft gilt es auch, die bisherige Strategie kritisch zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen. Dabei helfen auch gezielte Weiterbildungskurse oder Beschäftigungsprogramme, die für den aktuellen Arbeitsmarkt qualifizieren. (Quelle: Treffpunkt-Arbeit.ch).
© Gina Sanders - fotolia.de Eine ergänzende RAV Berater Ausbildung im Bereich Coaching lohnt sich
Ermutigen ist Pflicht
Eine Stelle zu finden hat mit dem eigenen Selbstwert zu tun. Hat man schnell einen idealen Job, steigt das Selbstvertrauen – ist das Gegenteil der Fall, kann es dem entsprechend leiden. Die Gefahr, dass ein Griff zu Suchtmitteln zur Frustbewältigung gemacht wird, steigt mit jeder Absage. Stellensuchende brauchen Ermutigung und müssen in ihrem Umfeld Menschen mit einer hohen fachlichen sozialen Kompetenz haben, um den Weg aus der Krise heraus zu finden. Daher ist es enorm wichtig, dass RAV Beraterinnen und Berater ihre Sozialkompetenz schulen und weiterbilden. Eine Möglichkeit bietet zum Beispiel ein Studiengang im Bereich Coaching. Das Besondere an Coaching: Der Ratsuchende wird ermutigt und findet im Gespräch mit dem Coach eigene gangbare Lösungen. Dieser Ansatz hilft auch das Selbstwertgefühl wieder zu steigern – für Stellensuchende ein sehr wichtiger Prozess.
Tipp aus dem www: RAV Beraterin und Berater Ausbildung
© Ausbildung-Tipps.ch - 22.08.2011
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